Pitigiano, Toscana

Über kurvige Straßen erreiche ich Pitigiano. Was ist denn hier Besonderes?
Im deutschen Reiseführer war es eher am Rande erwähnt, im englischen „Lonely Planet“ gilt es als eines der Highlights der Toscana. Aber was es hier zu sehen geben soll, weiß ich nicht. Also parke ich an einem ganz normalen Parkplatz in einem langweiligen Stadtviertel und folge zu Fuß den Schildern zum historischen Zentrum.
Was mich dann erwartet, ist in der Tat spektakulär: Eine Felsnase aus gelbrotem Tuffstein, die zu drei Seiten hin steil abfällt und oben drauf ist die Stadt, die Häuser scheinen aus dem Stein herauszuwachsen. Die Hauptstraße verläuft oben auf dem Kamm entlang und von dort führen enge Gässchen hinunter zum Abhang, durch Torbögen schaut man hinunter in die Schlucht, es gibt versteckte Höfe und Balkone. Es gibt sogar eine alte Synagoge
Von irgendwoher klingt Musik, jemand übt auf einem Instrument. Aus der Ferne grollt ein Donner, über der Stadt hängen tiefe, dunkle Wolken, aber das Gewitter kommt nicht.

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