Venedig: zwischen Rialto und Markusplatz

Das Hotel habe ich gefunden, das Hotel ist okay.
Aber ich bin nicht in Venedig, um mich in Hotelzimmern aufzuhalten… also duschen, umziehen und raus!
Das Schöne an Venedig ist, dass man sich einfach verlaufen muss. Es geht gar nicht anders. Natürlich kann man sich einen Stadtplan nehmen und versuchen, sich anhand von Straßennamen und markanten Punkten zu orientieren… aber man verläuft sich trotzdem, also besser ist, man verzichtet von vorne herein auf den Stadtplan und geht einfach los, irgendwo wird man schon ankommen.
Es gibt Gassen und Gässchen und Kanäle und Brücken und die Gassen sind manchmal kaum zwei Meter breit, führen durch Häuser durch und enden unvermittelt am nächsten Kanal. So ist das halt.
Ab und zu sind an Hauswänden Hinweispfeile angemalt: Zur Rialtobrücke, zum Markusplatz. Irgendwann stehe ich an der Rialtobrücke. Nachdem ich die üblichen Photos gemacht habe, steige ich in das nächste Vaporetto und setze mich nach hinten, auf die hintere Außenplatform, setze eine Sonnenbrille auf und schaue den beiden hübschen, elegant gekleideten Italienerinnen beim Smalltalk zu. Am Markusplatz steige ich aus, flaniere am Ufer entlang, mache Photos und steige in das nächste Vaporetto. Das fährt zum Lido. Fahre ich halt zum Lido, warum nicht?