Von Triest nach Venedig

Venedig St. Lucia, der Zug endet hier. Ich steige aus und bin ein wenig nervös.
Der Bahnhof ist ein Bahnhof ist ein Bahnhof. Ein Bahnhof, wie es viele gibt. Vor der Bahnhofshalle ein paar Stufen, ein kleiner Platz… und dahinter Wasser.
Wasser. Blauer Himmel. Ich bin in Venedig. Und fast automatisch, ohne dass ich etwas dagegen tun kann, greife ich zur Kamera und schieße mein erstes Bild: die Kirche auf der anderen Seite des Kanals, mit ein paar Booten davor. Ich bin in Venedig.
An der Bootshaltestelle gibt es ein Kassenhäuschen. Da sind die Ticketpreise angeschlagen. Ich schaue auf die Tafel und dann auf die Dame auf der anderen Seite des Schalters, die meinen Blick erwidert, als wolle sie…. als teile sie mein Entsetzen, zumindest eine Sekunde lang….? oder will sie mir schulterzuckend sagen, so ist das halt, die Preise sind, wie sie sind, schließlich sind wir hier in Venedig, und da ist nunmal alles ein wenig teuer!
Ich kaufe ein Dreitagesticket und dann kommt auch schon das Boot. Ich steige ein und langsam tuckern wir den Canal Grande entlang. Und es ist… wie ein Film… Paläste, Boote und Gondeln… und strahlend blauer Himmel und goldenes Winternachmittagslicht und fast automatisch, ohne dass ich etwas dagegen tun kann hole ich erneut meine Kamera hervor….