Touristenpizza in Venedig

Ich habe Hunger und entdecke ein kleines Lokal gleich hinter dem Markusplatz. Draußen ist ein Schild, welches Pizza plus Getränk und Kaffee für zehn Euro anpreist. Drinnen winzige Tischchen. Der Laden ist winzig und wirkt eher wie eine Imbisbude. An einem kleinen quadratischen Tischchen sind zwei Stühle so eng hingequetscht, dass man sich kaum bewegen kann und wenn man die Stühle etwas auseinander stellt, ist der Weg zur Toilette versperrt. Als ein eintrete, sitzen an einem Tisch zwei Japanerinnen, an weiteren Tischen eine einzelne junge Frau mit Kopftuch und eine weitere einzelne Japanerin. Ich setze mich und dann passiert eine ganze Weile lang erstmal gar nichts. Zwei Franzosen treten ein, setzen sich und mich hat man immer noch nicht als potentiell zahlenden Kunden wahrgenommen. Bin ich unsichtbar? Spielautomaten düdeln, genau über mir hängt ein Fernseher, da läuft ein Musiksender. Ich stehe auf und frage nach der Speisekarte. Für zehn Euro gibt es Pizza Margarita, aufgetaut aus der Tiefkühltruhe, und dazu ein winzigkleines Bier und einen passablen Espresso. Das Klo ist erstaunlich sauber, mit winzigem, vergittertem Fensterchen, das Gitter ist solide aus Eisen geschmiedet. Ich lege meinen Zehneuroschein auf den Tresen und gehe…