Zur Mitternachtssonne nach Narvik

Ich habe zwei Nächte und zwei Tage in Zügen verbracht um zur Mitternachtssonne zu gelangen.
Die letzte Stunde der Bahnfahrt ist einfach nur…. wow! Mir fehlen im Moment noch die Worte. Unten der Fjord, oben die Berge, unten alles grün, oben Schnee drauf… leider kein blauer Himmel, sondern eher bedeckt, bewölkt, aber doch irgendwie mild, vielleicht so wie bei uns im März. Ich kann gar nicht aufhören mit dem fotographieren, stehe mit gezückter Kamera am Zugfenster und knipse pausenlos hinaus…. man kann einfach so drauflos knipsen, es wird immer etwas.
Man nehme eine Berglandschaft wie Österreich, die Schweiz oder Südtirol, mache die Berge ein bisschen kleiner und nicht ganz so spitz und verlege das Ganze ans Meer. So einfach ist das.
In Narvik gibt es eine Seilbahn und eine Skipiste, nicht ungewöhnlich, Schnee gibt’s hier schließlich genug im Winter, aber was mir nicht bewusst war ist, dass man beim Skifahren hinaus auf das Meer schauen kann. Und ein bisschen Schnee liegt auch jetzt noch da.
Mitternachtssonne fühlt sich an wie ein früher Morgen im April: Frisch. Nicht warm, nicht kalt, kühl, und vor allem frisch. Lebendig. Die Stille. Das Vogelzwitschern. Das Licht… ein bisschen blauer Himmel ist da, überwiegend bewölkt, überwiegend fast geschlossene Wolkendecke, aber hier und dort schimmern blaue Flecken durch.
Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn.

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