Ausflug nach Nynäshamn

Die Sonne scheint, ich will raus aus der Stadt und nehme die U-Bahn zu einer Endstation die Irgendwas-Strand heißt, aber das ist nur ein langweiliges Neubauviertel mit Hochhäusern, einer Imbissbude und einem Zeitungskiosk. Wo bin ich hier? Wo ist der Strand? Man kann in eine Art S-Bahn umsteigen, deren Endstation hört mit -hamn auf und auf dem Linienplan ist das Symbol für eine Fähre, also muss da wohl Wasser sein.
Eine Bahn kommt – ich darf sie mit meiner 24-Stunden-Chipkarte nutzen – und die Fahrt dauert ziemlich lange. Kurz vor der Endstation kommt ein Schaffner mit einem elektronischen Chipkartenlesegerät.
Ankunft in Nynäshamn: Es gibt Wasser und eine Uferpromenade mit netten Lokalen. Im Wasser viele, viele Segelboote und irgendwo weiter hinten ragt ein riesengroßes Fährschiff hervor, das fährt wohl nach Gotland. Der Blick aufs offene Meer ist durch eine langgezogene Insel versperrt.
Ich gehe am Ufer entlang, nach Süden, Stadtauswärts und gelange über eine Brücke auf eine andere vorgelagerte Inseln mit Villen und exklusiven Hotels – aber der Weg ist eine Sackgasse. Also wieder zurück aufs Festland, wo es einen schönen, asphaltierten Uferweg gibt. Figurbewusste Joggerinnen kommen mir entgegen. Ich gehe weiter und bald schaut man auf offenes Wasser, am Ufer Holzhäuschen und rundgeschliffene Felsen, wie man sie in Schweden nicht anders erwartet…