Stockholm… zusammenfassende Eindrücke

So, über Stockholm dämmert die Nach-Mittsommernacht. Dämmert noch oder dämmert schon? Ich sitze am geöffneten Fenster im fünften Stock, vor mir ein großes Wohnhaus mit Türmchen und einer Dachkonstruktion, auf der ich mir sehr gut das Häuschen von Kalle Blomquist vorstellen könnte. Unten steht knutschend ein Paar. Autos fahren vorbei, ab und zu auch ein Bus, der 53er, in Richtung Sergels torg. Ab und zu hört man auch das Quietschen von Zügen im nahen Hauptbahnhof.
Ich bin noch einmal durch die Stadt gegangen, einmal die Drottninggatan lang bis über die Brücke und dann ein wenig durch die Gamla Stan: deutsche Kirche und Stortorget, dann langsam wieder zurück. Kneipen mit Türstehern, aufgebrezelte Jugendliche – nicht so besoffen und nicht so aufdringlich rüde wie in England -, eigentlich viel ruhiger und gesitteter als in England und vor allem viel, viel ruhiger als in Deutschland. Aus einigen Lokalen hört man Musik.
Bin dann wieder zurück zum Hotel…. und muss ja in vier Stunden schon wieder raus. Trinke jetzt also noch mein Post-Mitternachtssonnen-Bier, Koffer ist fertig gepackt, Wecker gestellt und ich bin gespannt auf die Rückreise nach Deutschland.
Eigentlich war Stockholm ja nur so ein Zwischenstop, es lag halt zufällig auf dem Weg…. eine Stadt, über die ich bis vorgestern annähernd gar nichts wusste, abgesehen von den üblichen Vorurteilen: Kötbullar, Kalle Blomquist und Ikea.
Was weiß ich jetzt? Man zieht ja gerne Vergleiche. Mein erster Vergleich war: Hamburg. Also viel Wasser und viele großartigen Gebäude. Hamburg hat einen größeren Hafen, mehr (sichtbare) Industrie, weniger Hügel und liegt nicht ganz so dicht am Wasser. Außerdem hat es keine gut erhaltene Altstadt. Mein zweiter Vergleich war dann: Wien. Warum Wien? Es liegt ebenfalls am Wasser und es hat einen „Schwedenplatz“, das ist der Platz, wo das Nachtleben tobt und von wo aus man über Kopfsteingepflasterten Gassen in die Altstadt gelangt – wie in die Gamla Stan. Außerdem hat Wien eine lange monarchistische Tradition mit entsprechenden Gebäuden. Ach ja, und einen Prater gibt es in Stockholm auch, der nennt sich Gröna Lund. Aber da hören die Gemeinsamkeiten dann auch schon auf. Ja. Dann gibt es hier noch einen Prachtboulevard am Ufer und ganz viele Schiffe und Boote. Da wäre dann ein Vergleich mit Kopenhagen angesagt – aber das habe ich ja auch erst vor einer Woche kennen gelernt…..

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