Guedelon, Burgund: Wir bauen uns eine mittelalterliche Burg

Stundenlang fahre ich durch strömenden Regen. Dann bin ich da. Der Regen wird weniger strömend und hört sogar auf.
Da ist zunächst einmal ein Parkplatz mit einem Zaun drumherum. Dann muss man Eintritt zahlen. Ja, und dann?
Da steht eine mittelalterliche Burg. Oder so etwas Ähnliches. Sie ist noch nicht ganz fertig, drumherum stehen Baugerüste. Alles ist voller Matsch, Pfützen, Matsch und nochmal Matsch. Um die Burg herum sind Hütten und Unterstände. Leute laufen in historischen Kostümen herum und ab und zu fährt ein Pferdekarren durchs Bild.
Nein, das ist kein Filmset! Das ist eine echte Baustelle. Hier wird eine Burg gebaut, mit mittelalterlichen Methoden!
Die Burg selbst sieht ungefähr so aus wie viele mittelalterlichen Burgen, die halbwegs erhalten sind – nur dass das Ding verfallen ist, sondern noch nicht fertig.
Spannend! Spannend vor allem all die Hütten drumherum, wo die Handwerker werkeln: vom Seilemacher bis hin zum Steinmetz, Mauer, Schreiner, Holzfäller und was man sonst noch so braucht…. und die arbeiten, während man da hindurch läuft und das Ganze besichtigt wie man eine mittelalterliche Burg besichtigt.
Ich flüchte vor dem nächsten Regenschauer unter das Strohdach, unter dem es Kaffee gibt, lese das Info-Blatt, und als der Regen nachlässt, gehe ich noch einmal über das ganze Areal…. und ruck-zuck sind drei Stunden herum.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.