Tarifa, Sehnsuchtsort am südlichsten Punkt Europas

Tarifa, das ist endlos weiter, weißer Sandstrand, blaues Meer und Wind, viel Wind trotz hochsommerlich-heißer Temperaturen. Nur Schatten gibt’s nicht, den muss man sich selbst mitbringen.
Ein Damm führt zu der kleinen vorgelagerten Insel, die aber Off Limits ist.
Links vom Damm ist das Mittelmeer und rechts der Atlantik. Und im Süden, zum Greifen nah liegt Afrika. Zwei Französinnen fotografieren einander hier am südlichsten Punkt des europäischen Festlands.
Gerade kommt eine Fähre aus Marokko im Hafen an, Autos fahren von Bord, freikirchlich-christliche Aktivisten verteilen Bibeln an muslimisch aussehende Reisende. Auf einer Mauer steht in Riesenbuchstaben, dass man bitte nicht auf den Strand scheißen soll.
Es gibt eine Altstadt mit Cafés und Restaurants, die Läden sind geschlossen wegen Mittags-Siesta. In einer Imbissbude ordere ich eine eineinhalb-Liter-Flasche Mineralwasser und dann noch eine Flasche Orangensaft und schütte Beides in mich hinein. Dann schlendere ich weiter durch die weißen Gässchen, entdecke einen wunderschönen stillen Platz mit einem verwunschenen kleinen Park und gehe dann zum Strand zurück springe ins Wasser und lasse mich vom Wind trocknen.