Albanien – Trivia und Praxistipps (Stand: September 2017)

  • Der Kauderwelsch-Sprachführer hat gute Dienste geleistet – auch wenn viele Albaner (oft aufgrund von Auslandsaufenthalten) Fremdsprachen beherrschen. Allerdings kommt es immer wieder mal vor, dass Englisch oder Deutsch nicht verstanden wird. Mit Händen und Füßen klappt die Verständigung aber in der Regel doch.
  • Vorsicht bei der Einreise mit der Fähre über Durres: Weder auf dem Schiff noch im Hafen / Ankunftsbereich kann man Geld wechseln. Siehe auch:
  • Geld abheben vom Bank-Automaten funktionierte in Durres problemlos (Visa-Card). Allerdings spuckte der Automat ausschließlich 5000-Lek-Scheine aus. 5000 Lek entsprachen im September 2017 ca. 35 EUR, sind jedoch in Albanien ein unangenehm hoher Betrag. Diese Scheine „klein“ zu bekommen war nicht einfach und führte zu peinlichen Situationen.
  • In der Innenstadt von Durres gab es mehrere Wechselstuben, in denen man Bargeld wechseln konnte.
  • Der Busbahnhof von Durres liegt zentral und wirkt zwar auf den ersten Blick chaotisch, wenn man sich einmal zurecht gefunden hat, funktioniert es jedoch einwandfrei. Busse nach Tirana fahren oft und fahren los, sobald sie voll sind. Zu anderen Zielen gibt es feste Abfahrtszeiten, die am Bus (Schild an der Windschutzscheibe) angeschlagen sind.
  • In Tirana gibt es mehrere Busbahnhöfe in verschiedene Richtungen – die Busbahnhöfe liegen außerhalb am Stadrand, man gelangt jedoch mit Stadtbussen dorthin.
  • Die Eisenbahn funktioniert…. aber nur ein bisschen

    London für Einsteiger: der Basis-Spaziergang

    • Der Piccadilly Circus ist der Mittelpunkt Londons und London ist bekanntlich der Mittelpunkt der Welt. Also beginnt der Spaziergang hier.
      DO:
      Auf die Stufen des Denkmals setzen und einfach mal schauen, was hier so los ist… und dabei einen Pappbecher-Kaffee aus einem der umliegenden Fast-Food Läden trinken
      DONT:
      Sich irgendwelche Sachen andrehen lassen, vor allem nicht irgendwelche angeblich vergünstigten Tickets für irgendwas oder in den Souvenirläden und -Ständen irgendwelchen überteuerten Souvenirkitsch kaufen
    • Vom Piccadilly Circus aus geht man über den Leicester Square – hier ist das Epizentrum des touristischen Nachtlebens mit mehreren Großkinos und diversen überteuerten Kneipen und Restaurants (Kinos, Theater, Kneipen, Discos…. aber: schweineteuer überteuert und voller Touristen) – zum Trafalgar Square. Da gibt’s fotografierende Touristen, Tauben und Architektur zu bestaunen.
      DO:
      Schauen, treiben lassen, Augen offen halten…
      Den Vierten Sockel am Trafalgar Square anschauen (googlen: „The Fourth Plinth‟)
      Den unscheinbaren Mini-Kreisverkehr Charing Cross (nicht Charing Cross Station!) hinter dem Trafalgar Square anschauen, da gibt’s nichts zu sehen, aber das ist der offizielle Mittelpunkt von London. Warum wohl?
      Ein Bier im zentralsten Pub Londons trinken (egal zu welcher Tageszeit)
      Die National Gallery (Kunstmuseum) ist kostenlos, sehenswert und riesig – einen kurzen Blick hineinzuwerfen (mal kurz bei Picasso und Van Gogh vorbeischauen…) lohnt sich.
      Die Kirche St. Martin in The Fields lohnt auch einen Besuch. Und dann gibt’s noch die National Portrait Gallery (kostenlos!)
      DONT:
      Irgendwas kaufen – vor allem keinen überteuerten Souvenirkitsch!
      Am Leicester Square oder in der Nähe essen gehen oder in den Tourie-Bars etwas trinken – einfach nur zu teuer!
    • Weiter geht’s: Vom Trafalgar Square durch den Admirality Arch in den St. James‘ Park
      Im Park die Mall („The Mall‟) entlang – die führt direkt auf den Buckingham Palace zu. Den kann man anschauen, muss man aber nicht.
      Besser: Auf der Höhe des St. James‘ Palace nach rechts abbiegen. Entlang der „Pall Mall‟ befinden sich die legendären Gentlemen’s Clubs (wie bei Phileas Fogg aus „In 80 Tagen durch die Welt‟).
      Durch das Viertel St. James zum St. James‘ Square und von dort zur Piccadilly Street und zum Piccadilly Circus zurück.
    • Der etwas erweiterte Basis-Spaziergang durch Zentral-London:
      Vom Trafalgar Square durch den Admirality Arch in den St. James‘ Park, dann nach links abbiegen,
      hier sehenswert:
      Horse Guards (Ja, die stehen da halt so herum)
      Kurzer Abstecher zur Downing Street No. 10 (Ist allerdings abgesperrt)
      Weiter zur Westminster Abbey, die kostet allerdings Eintritt. Sehr teuer! Die Teilnahme an Gottesdiensten ist allerdings kostenlos. Oft gibt es gegen ca. 17:00 Uhr oder so eine kurze und sehr schöne Abendandacht („Even Song‟), Nebenan liegen Westminster Palace (Parlament) und Big Ben.
    • Von dort über die Brücke – da die obligatorischen Photos und Selfie machen.
      Unmittelbar hinter der Brücke nach links abbiegen, am Ufer entlang, am Riesenrad vorbei – hier schöner Blick auf Big Ben & Co – bis zur Eisenbahnbrücke. Dort wieder auf die andere Flussseite wechseln, am Bahnhof Charing Cross vorbei zum Trafalgar Square zurück.
    • Erweiterter langer Spaziergang – lohnt sich, dauert aber ca. 1-2 Stunden
      Trafalgar Square, Charing Cross, Eisenbahnbrücke, von da aus flussabwärts. Da hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Der Weg ist ganz nett, es gibt unterwegs Kneipen, Cafés, Straßenmusiker, alles Mögliche.
      Nach einer Weile gelangt man zum Tate Modern Museum (moderne Kunst, riesige Halle – kann man anschauen, muss man nicht gesehen haben). Dort führt die Millenium Bridge (Fußgängerbrücke) aufs andere Ufer direkt zur St. Paul’s Cathedral mitten im Bankenviertel. Kirche kostet wieder Eintritt, muss man von innen nicht gesehen haben.
      Dann wieder über die Millenium Bridge zurück zur Tate Modern und weiter flussabwärts durch das Viertel Southwark (zwischendurch mal enge Gässchen), zum Borough Market (leckere Fressstände – gute Verpflegungsoption, für Londoner Verhältnisse moderate Preise) und dann wieder am Ufer entlang zur Tower Bridge.
    • Weitere Sehenswürdigkeiten, die zentral liegen und keinen Eintritt kosten (mit Bus und/oder U-Bahn gut zu erreichen. Tipp: wenn möglich lieber den Bus nehmen):
      • Sloane House – eine Art Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert oder so mit Original-Inneneinrichtung, gehörte einem sehr verschrobenen Tüftler. Sehenswert!
        British Museum – Ägyptische Mumien, griechische Statuen und so altes Zeug. Riesengroß!
      • Anstatt Riesenrad: die Seilbahn über die Themse (bei der U-Bahn Station North Greenwich)
      • Camden Market – riesengroßer Flohmarkt (nicht nur Flohmarkt), da kann man locker ein paar Stunden verbringen.
      • Brick Lane: das Viertel der Einwanderer aus Bangladesch (Straßenschilder zweisprachig…. Lokale, Läden, Cafés, Märkte…) – mein absolutes Lieblingsviertel!

    Bahnreisen in Italien: ein paar allgemeine Tipps

    • Anreise aus Deutschland: Einige (aber nicht alle) Verbindungen zwischen Deutschland und Italien lassen sich auf www.bahn.de online buchen. Je früher man bucht, desto größer die Chance auf einen günstigen Sparpreis. Die wichtigste Verbindung ist der Eurocity von München über den Brenner nach Bozen, Verona, Bologna und Venedig. Diese Züge können voll werden, wer kein Risiko eingehen will, sollte einen Platz reservieren. Es besteht allerdings keine Reservierungspflicht! Außerdem gibt es von München aus Nachtzüge nach Mailand, Florenz, Rom, und Venedig. Am Fahrkartenschalter können auch Tickets zu anderen Orten gebucht werden. Achtung: auch wenn keine ausdrückliche Zugbindung angegeben wurde, kann es in Italien Probleme geben, wenn man einen anderen als den gebuchten Zug nimmt.
    • In Italien: Inner-Italienische Fernverkehrsverbindungen können auf der Seite von Trenitalia als Onlineticket gebucht werden – die Seite gibt’s auch auf deutsch. Sie funktioniert aber nicht immer. Probleme gibt es dann, wenn bei einer Umsteigeverbindungen unterschiedliche Zugkategorien genutzt werden.
    • In Italien bekommt man Tickets am Schalter oder am Fahrkartenautomaten. Die Menüführung an den Automaten geht auch auf deutsch und englisch. Automaten nehmen nicht immer Bargeld. Aus dem Automaten gekaufte Tickets müssen vor Fahrtantritt an den gelben Stempelautomaten entwertet werden. Online-Tickets brauchen nicht entwertet zu werden, wenn darauf der genaue Reisetag und die Reisezeit angegeben sind.
    • Trenitalia hat Konkurrenz bekommen, z.B. die private Gesellschaft .Italo, die ebenfalls Fernverkehrszüge betreibt (mit eigenen Automaten und eigenen Fahrkartenschaltern)
    • Trenitalia betreibt verschiedene Zugkategorien. Die schnellsten Züge sind „Le Frecce“ (Singular: „Freccia“), „Die Pfeile“, vergleichbar mit den deutschen ICE’s. Sie sind schnell, zuverlässig – und nicht billig, wenn man keine Sonderangebote nutzt. Je früher man bucht, desto größer die Chance… Es wird unterschieden zwischen „roten“, „silbernen“ und „weißen“ „Pfeilen“, wobei die „roten“ die Schnellsten sind. An nächster Stelle stehen die „Intercitys“, ganz ähnlich wie deutsche IC’s, gefolgt von den langsamen Regionalzügen. Für „Frecce“ und IC’s besteht Reservierungspflicht. Die Besonderheit besteht darin, dass Tickets zwischen den Zugkategorien nicht austauschbar sind: also ein „Freccia“-Ticket gilt nicht im IC und auch nicht im Regionalzug (und logischerweise auch nicht umgekehrt). Für Regionalzüge gibt es keine Sparpreise, Tickets sind in der Regel nicht teurer, wenn man sie erst kurz vor Abfahrt kauft. Generell sind Regionalzüge deutlich günstiger als IC’s und diese wieder deutlich günstiger als „Frecce“, allerdings ist es möglich, dass ein „Freccia“-Sparpreis günstiger ist als ein Regionalzug-Normalpreisticket.
    • Zahlreiche Regionalverbindungen werden von privaten regionalen Gesellschaften (z.B. die Nonstalbahn oder die Ferrovie del Gargano) betrieben. Deren Fahrpläne findet man, wenn überhaupt, nur auf deren eigenen Webseiten. Tickets gibt es manchmal an eigenen Automaten oder Fahrkartenschaltern, manchmal auch nur am Kiosk, im Tabakladen oder im Café
    • Hier noch ein paar interessante Links:

    Hafen von Durres (Albanien)

    (Stand: September 2017)
    Wir kommen gegen 08:00 Uhr morgens pünktlich mit der Fähre aus Bari in Durres an.
    Man geht durch den Fahrzeug-Bereich zu Fuß durch die Ladeklappe an Land und geht ein paar Meter zum Terminal-Gebäude. Dort durch die albanische Einreise-und Zollkontrolle. Für EU-Bürger reicht der Personalausweis. Die Kontrollen gehen zügig und problemlos.
    Nachdem man die Kontrollen durchlaufen hat, gelangt man in eine einfache, saubere Ankunftshalle. Linker Hand befinden sich die Schalter der verschiedenen Fährgesellschaften, rechter Hand ein Café. Vorsicht: es gibt keine Bankfiliale, keinen Geldautomaten, keine Möglichkeit, Geld zu wechseln (Im Café kann man aber auch in Euro bezahlen). Man wird auch nicht von privaten Geldwechslern angesprochen.
    Vor dem Gebäude warten zahlreiche Taxis, als Tourist wird man direkt angesprochen, für eine Fahrt ins Stadtzentrum verlangt der Taxifahrer 10 EUR.
    Es gibt auch eine Fußgängerbrücke, die vor dem Terminalgebäude beginnt und direkt am Rande der Innenstadt in der Nähe des Busbahnhofs endet.
    Die Rückreise beginnt im selben Gebäude, in der selben Halle: Man muss sein Ticket zunächst beim Schalter der Fährgesellschaft und anschließend an einem Check-In-Automaten bestätigen, bevor man durch die Kontrollen darf. Nach Durchlaufen der Kontrollen geht man dann zu Fuß aufs Schiff.

    Fähre von Bari (Italien) nach Durres (Albanien)

    Aktuell (September 2017) gibt es (mindestens) zwei Fährgesellschaften, welche die Strecke bedienen.
    Sowohl Fahrzeiten als auch Preise sind weitgehend identisch. Die Buchung gelingt problemlos online durch eines der großen Buchungsportale.
    Abfahrt von Bari ist um 23:00 Uhr, man muss zwei Stunden vorher im Hafen sein, heißt es im Ticket-Ausdruck. Der Check-In-Bereich (Eine Reihe von Abfertigungsschaltern der verschiedenen Fährgesellschaften im Freien, überdacht) befindet sich ca. ein bis zwei Kilometer westlich vom Liegeplatz des Schiffes entfernt.
    Der Taxifahrer vom Bahnhof verlangt zunächst einen Fixpreis von 12 EUR, der aber angeblich „nur“ zum Hafeneingang gilt und schlägt dann noch einem 3 EUR für die Strecke bis zum Check-In drauf.
    Vom Check-In gelangt man dann mit einem Gratis-Shuttle-Bus zum Liegeplatz des Schiffes, dort geht man durch die Zollkontrolle und dann zu Fuß auf das Schiff.
    Hinfahrt mit „Rigel 3“ von Ventouris Ferries: Man geht zu Fuß durch die Klappe in den Fahrzeug-Bereich, von dort führt eine Rolltreppe nach oben zu einer schicken „Rezeption“, dort werden die Kabinen zugewiesen.
    Kabine war okay: zwei Betten übereinander, ein Sessel, kleine Nasszelle. Auf dem Schiff gibt es ein Selbstbedienungs-Restaurant, mehrere Bars, sogar eine „Disco“. Das Schiff war offenbar früher einmal auf der Ostsee in Skandinavien unterwegs.
    Ankunft in Durres pünktlich gegen 08:00 Uhr (Siehe: Hafen Durres)
    Rückfahrt mit „Rigel 1“, ebenfalls von Ventouris Ferries: Das Schiff ist älter, war wohl früher einmal zu Sowjet-Zeiten vom damaligen Leningrad aus auf der Ostsee unterwegs (in einem Treppenhaus hängt eine Collage mit Abbildungen aus Leningrad!), aber ordentlich. Es gibt nur eine Bar und ein Seif-Service-Restaurant.

    Eisenbahn in Albanien

    Die gute Nachricht ist: sie funktioniert.
    Die schlechte Nachricht: wohl nur ein bisschen…
    Ende 2016 soll der Schienenverkehr im ganzen Land zeitweise komplett stillgestanden haben.
    Stand September 2017, Momentaufnahme an einem Dienstagmorgen:
    Im Bahnhof von Durres steht ein Zug, zwei ehemals deutsche Nahverkehrswagons, Graffitiverziert, eingeschlagene Fensterscheiben, das Innere ziemlich ramponiert. Davor eine schwere Diesellokomotive.
    Dieser Zug wird in ein oder zwei Stunden irgendwohin fahren, es sind Leute eingestiegen!
    Auf dem Nebenbahnsteig stehen nochmals drei Wagons in ähnlich ramponiertem Zustand, den man in Deutschland wohl als „schrottreif“ bezeichnen würde. Diese Wagons werden gerade gereinigt.
    Vor dem Bahnhofsgebäude steht eine Anzeigetafel. Der Fahrplan für das ganze Land passt auf eine einzige Seite: Zweimal am Tag geht’s nach Kashar (ca. 10 KM außerhalb von Tirana, Endstation der Linie, die ehemals nach Tirana führte), und jeweils einmal am Tag nach Shkoder und Elbasan.
    Der Kopfbahnhof Durres befindet sich nach wie vor in zentraler Lage direkt neben dem Busbahnhof, nicht weit von Hafen und Innenstadt. Es gibt eine saubere Bahnhofshalle mit Café und zwei Fahrkartenschaltern. Darüber sind die Preise für Fahrkarten angeschlagen: Alle Tickets sind unschlagbar billig.
    Draußen ist ein Mittelbahnsteig mit je einem Gleis links und rechts.

    Hier der Fahrplan, Stand September 2017 (abgeschrieben von der Anzeigetafel vor dem Bahnhofsgebäude):

      Durres nach Kashar (Ticket: 70 Lek):

      • Abfahrt Durres 07:10 – Ankunft Kashar 07:52
      • Abfahrt Durres 14:30 – Ankunft Kashar 15:13
      Kashar – Durres

      • Abfahrt Kashar 07:00 – Ankunft Durres 07:43
      • Abfahrt Kashar 08:30 – Ankunft Durres 09:13
      Durres nach Shkoder (Ticket: 160 Lek):

      • Abfahrt Durres 13:00 Uhr – Ankunft Shkoder 16:45
      Shkoder – Durres

      • Abfahrt Shkoder – 05:45 – Ankunft Durres 09:35
      Durres – Elbasan (Ticket 145 Lek):

      • Abfahrt Durres 14:45 – Ankunft Elbasan 17:31 (??? unleserlich!)
    • Abfahrt Elbasan 06:10 – Ankunft Durres 09:10 (??? unleserlich!)

    P.S.: Leider hatte ich keine Gelegenheit, mit der Bahn zu fahren.

    Ferrovie del Gargano – Bahn und Bus auf dem Gargano

    Der Bahn- und Busverkehr auf dem Gargano wird von den privaten Ferrovie del Gargano betrieben.
    Die Bahnlinie führt von Foggia über San Severo auf die Nordseite der Gargano-Halbinsel über Apricena, San Nicandro und Rodi und endet in Calenella, ca. 6 KM vor Peschici. Von dort gibt es eine Buslinie über Peschici nach Vieste (interessant: die Bahnlinie führt jetzt direkt durch den Ort Apricena – früher führte sie wohl in weitem Bogen am Ort vorbei).
    Von Vieste aus führt eine weitere Buslinie an der Südseite des Gargano nach Manfredonia (von dort Trenitalia-Zug nach Foggia und weitere Buslinien).
    Die Züge von Foggia bis Peschici-Calenella fahren tagsüber ca. alle 2 Stunden. In Calenella besteht normalerweise Bus-Anschluss nach Peschici und Vieste (ebenfalls ca. alle 2 Stunden).
    Die Abfahrtszeiten findet man auf italienisch auf der brauchbaren Webseite der Ferrovie del Gargano.
    Eine Merkwürdigkeit:
    Tickets bekommt man ausschließlich in bestimmten Cafés und Tabakläden, nicht jedoch an den Fahrkartenschaltern und Automaten der großen Hauptstrecken-Bahnhöfen Foggia und San Severo.
    In Foggia bekommt man die Tickets in dem Kiosk / Tabakladen in der Bahnhofshalle.
    In San Severo bekommt man Tickets in dem Café auf der anderen Seite des Bahnhofsplatzes (vom Hauptausgang gesehen schräg links).
    In den kleinen Orten ebenfalls in verschiedenen Cafés in Bahnhofsnähe. An den Bahnhöfen selbst gibt es keine Automaten und auch keine eigenen Fahrkartenschalter.
    In allen Zügen fahren Schaffner bzw. Zugbegleiter mit, die auch Fahrkarten verkaufen, diese sind dann allerdings etwas teurer als im Vorverkauf.
    Im September 2017 gab es auf einem Teil der Strecke Schienenersatzverkehr mit Bussen.

    Nonstalbahn (Bahnstrecke Trient – Cles – Male – Mezzana)

    Von Trient aus führt eine Schmalspurbahn zunächst Etsch-aufwärts parallel zur Hauptstrecke bis Mezzocorona und biegt dort ins Nonstal (Val di Non) ab. Die Strecke führt dann zunächst durch eine Schlucht, schraubt sich dann auf eine Hochebene hinauf, erreicht den Hauptort Cles und biegt dann in das Val die Sole ab.
    Endstation war bislang der beschauliche Bergort Malé, inzwischen führt die Strecke aber noch ein paar Kilometer weiter bis Mezzana.
    Tagsüber fahren die Züge ca. alle zwei Stunden, zur Hauptverkehrszeit auch öfters.
    Die Abfahrtszeiten finden sich (nur auf italienisch) auf der Webseite von Trentino Transporti. Die Seite ist allerdings recht unübersichtlich.
    Auf den Fahrplänen von Trenitalia existiert die Bahn nicht. Die Bahnhöfe haben Ticket-Schalter, einige kleinere Bahnhöfe auch Automaten. In den Zügen fahren Schaffner bzw. Zugbegleiter mit, die auch Fahrkarten verkaufen.
    Die Endstation in Trient befindet sich an der Nordseite des Hauptbahnhofes (wenn man vor dem Gebäude steht nach rechts gehen oder auf dem Bahnsteig 1 in nördliche Richtung gehen) , es gibt dort eine eigene kleine Bahnhofshalle.

    London für Einsteiger

    London ist spannend. London hat mehr Einwohner als manches Land. London ist eine eigene Welt.
    Aber London ist teuer… nicht bloß teuer, sondern sauteuer!
    Dennoch: man kann die Stadt genießen, ohne dabei arm zu werden. Dabei gibt es allerdings ein paar Grundsätze, die man beherzigen sollte:

    • Erstens: Alles, was Eintritt kostet, ist in der Regel für unsere Begriffe exorbitant teuer. Seit einigen Jahren sind auch die großen Kirchen eintrittspflichtig. Manche Dinge lohnen sich dennoch (z.B. Tower of London, Kew Gardens, Westminster Abbey…), Vieles sind Touristenfallen, die man sich auch sparen kann. Ich war noch nie bei Madame Tussaud und auch nicht in den London Dungeons. Viele großartige Museen hingegen sind kostenlos (z.B. das British Museum, die National Gallery, das Tate Modern…).
    • Zweitens: Es gibt in London wirklich guter Restaurants. Sogar ziemlich viele. Alle sind sie exorbitant teuer. Es gibt auch günstige Restaurants (z.B. indische / bengalische Restaurants in der Brick Lane) – aber die sind nicht leicht zu finden. Wer ungeduldig ist, ist mit Fish and Chips, indischem und chinesischem Takeaway oder Supermärkten besser bedient…
    • Drittens: Spaziergänge kosten nichts. .. und sind mehr als spannend!

    Hier die Basis-Tipps:

    …und hier ein paar Sehenswürdigkeiten und Kuriositäten, die man nicht in jedem Reiseführer findet

    London für Einsteiger: Herumkommen (Erste Grundlektion für das Nutzen von Bus und Bahn)

    Ein allererster Tipp: Auch wenn London riesengroß ist – die Innenstadt ist erstaunlich kompakt, viele Sehenswürdigkeiten lassen sich zu Fuß erkunden und es gibt viele spannende „Walking Tours‟. Aber davon später.
    Wer in London von A nach B kommen will, hat die Qual der Wahl. Es gibt Taxi, Bus, U-Bahn und Zug. Einige Vorort-Bahnlinien mit dichter Zugfolge haben eine gewisse Ähnlichkeit mit S-Bahn Linien (z.B. – aber nicht nur – das „Overground Network‟). Außerdem gibt es noch Leihfahrräder, Fahrrad-Rikschas, eine Straßenbahn, Ausflugsboote auf der Themse und auf den Kanälen und sogar eine Seilbahn. Aber davon später.
    Alle öffentlichen Verkehrsmittel gehören zu „Transport for London‟ (TfL).
    Tickets bekommt man beim Busfahrer und an den Fahrkartenautomaten und (wenigen) Schaltern an den U-Bahn-Stationen und Bahnhöfen. Bei der U-Bahn und bei den Vorortzügen wird der Zugang zu den Bahnsteigen durch Schranken geregelt. Hinein kommt man nur mit Ticket. Innerhalb des „kontrollierten Bereichs‟ kann man dann, wenn nötig, umsteigen, beim Ausgang aus dem Bahnhof wird das Ticket wieder kontrolliert. Schwarzfahren ist also so gut wie unmöglich. Bei Bussen muss für jede Fahrt ein neues Ticket gelöst werden, es ist also sinnvoll, möglichst selten umzusteigen.
    Die Preise für Einzelfahrscheine wurden in den vergangenen Jahren fast prohibitiv erhöht. Wer also heutzutage beim Busfahrer oder am U-Bahn-Automaten ein Einzelticket löst, zahlt viel mehr – fast doppelt so viel – wie nötig.
    Eigentlich jeder, der die öffentlichen Verkehrsmittel in London nutzt, besitzt (mindestens) eine „Oyster Card‟. Das ist eine mit einem Chip versehene Plastikkarte, auf die man einen beliebigen Geldbetrag „aufladen‟ kann. Die Karte muss vor jeder Bus- und Bahnfahrt an die gelben Lesegeräte gehalten werden – und zwar, ganz wichtig – bei U-Bahn und Zug auch beim Aussteigen (bei Bussen reicht es, die Karte beim Einsteigen vorzuzeigen). So wird bei jeder Fahrt der entsprechende Betrag automatisch abgebucht („Touch in – touch out‟). Vorsicht: vor allem bei außerhalb gelegenen Stationen gibt es beim Ausgang keine Sperren. Das verleitet dazu, einfach so hindurch zu marschieren. Das aber ist fatal: dann wird auf der „Oyster Card‟ ein Maximalbetrag – eine Art Strafgebühr – abgebucht. Also: beim Aussteigen darauf achten, die Karte an das gelbe Lesegerät zu halten.
    Die „Oyster Card‟ bekommt man in den U-Bahn Stationen an entsprechenden Automaten für 5 GBP, wobei dieser Betrag – rein theoretisch – auch bei Rückgabe der Karte (am Schalter) zurückerstattet wird. Das Aufladen geht an den Automaten entweder mit Bargeld, Kreditkarte oder Bankkarte (deutsche Bankkarten funktionieren nicht immer, Kreditkarten in der Regel schon).
    Gute Nachricht für Leute, die viel unterwegs sind: pro Tag wird nur ein Maximalbetrag – vergleichbar mit den Kosten für ein „Tagesticket‟ (welches es am Automaten immer noch gibt) abgebucht.

    London für Einsteiger: Hinkommen und Ankommen

    Hinkommen ist das geringste Problem!

    • Mit dem Flugzeug
      Heutzutage dürfte es von so ziemlich jedem deutschen Regionalflughafen eine Billigflug-Verbindung nach London geben. Die Preise sind generell, aber nicht immer um so niedriger, je früher man bucht und beliebte Reisetage sind rasch ausgebucht (zumindest was erschwingliche Ticketpreise angeht) und der Erfindungsreichtum der Airlines in Bezug auf Extragebühren für Gepäck, Sitzplatzreservierung oder Verpflegung an Bord ist immens. Die billigsten Tickets haben oft furchtbare Abflug- oder Ankunftszeiten. Wie man es schaffen will, um vier Uhr früh rechtzeitig zum Check-In an irgendeinem Provinzflughafen zu stehen, muss jeder selbst wissen. Oder halt doch bereit sein, etwas mehr zu zahlen um den ersten Zug oder Bus nehmen zu können. Man sollte auch darüber nachdenken, wann und vor allem wo man ankommt…
      Ankommen
      London hat fünf Flughäfen:
      Heathrow, der Größte und Bekannteste liegt im Westen und am Ende einer U-Bahn-Linie, der Piccadilly Line. Mit der U-Bahn („Tube‟) braucht man eine gute Stunde – oder besser eineinhalb – bis in die Innenstadt. Dies ist definitiv auch die Billigste Variante um in die Stadt zu kommen. Die Teurere ist der Heathrow Express, ein Zug der zur Paddington Station (am Westrand der Innenstadt) fährt. Von dort muss man dann mit U-Bahn und Bus weiter, was im Endeffekt dann womöglich auch nicht unbedingt viel schneller ist als mit der Piccadilly Line. Heathrow hat fünf Terminals, die weit auseinanderliegen, und drei UBahn-Stationen, beim Rückweg also vorher darauf achten, von wo der Flieger abfliegt!
      Gatwick, die zweitgrößte Flughafen liegt ziemlich weit außerhalb im Süden und ist mit der Bahn z.B. von Victoria Station zu erreichen (Der Schnellzug Gatwick Express braucht eine Viertelstunde, der günstigere Regionalzug wesentlich länger).
      Luton Airport liegt im Nordwesten, noch weiter außerhalb, und hat keinen direkten Bahnanschluss, von der nächstgelegenen Bahnstation muss man in einen Bus umsteigen, für die An- und Abreise also reichlich Zeit einplanen!
      Stansted Airport liegt im Nordosten. Hier kommen die meisten Billigflieger an. Stansted ist mit der Bahn erreichbar. Der Stansted Express fährt regelmäßig – zeitweise jede Viertelstunde – und braucht bis zur Liverpool Street Station am Ostrand der Innenstadt eine Dreiviertelstunde – manchmal auch länger. Die Tickets sind nicht billig. Die billigere, aber vor allem tagsüber viel langwierigere Alternative ist der Bus. Züge und Busse fahren rund um die Uhr, nachts natürlich weniger häufig. Aber es ist möglich, um drei Uhr früh nach Stansted zu fahren, wenn man um vier Uhr einchecken muss! Alternative: für die letzte Nacht eine Hotelunterkunft am Flughafen buchen. Die Auswahl dort ist eingeschränkt und nicht billig, aber unter Umständen günstiger als in der Londoner Innenstadt.
      Der City-Airport liegt – anders als der Name vermuten mag natürlich nicht direkt in der Innenstadt, ist aber von allen Flughäfen der am Nächsten Gelegene und auch der Kleinste. Die Zeitersparnis gegenüber Heathrow oder Stansted kann beträchtlich sein – was aber vor allem daran liegt, dass aufgrund des deutlich geringeren Passagieraufkommes die Abfertigung viel schneller geht. Das hat natürlich seinen Preis! Mit der Docklands Light Railway erreicht man die Innenstadt – wenn man Glück hat – in einer halben Stunde.
    • Mit der Bahn
      Mit ICE oder Thalys und Eurostar ist man von Köln aus in fünfeinhalb Stunden in London (mit Umsteigen in Brüssel) und kommt direkt am Bahnhof St. Pancras am Nordrand der Innenstadt an. Die Tickets sind in der Regel etwas teurer als die Billigflieger. Auch wenn die Deutsche Bahn ausschließlich Tickets für die Brüssel-Route verkauft, lohnt sich von Frankfurt oder Süddeutschland lohnt sich unter Umständen auch die Fahrt über Paris.
      Auf der Webseite oder in Reisezentren der Deutschen Bahn bekommt man durchgehende Tickets von jedem deutschen Bahnhof – aber ausschließlich für die Brüssel-Route und auch nur Verbindungen, bei denen für die Strecke nach Brüssel ein deutscher ICE genutzt wird.
      Der Thalys von Köln nach Brüssel lässt sich nur über die eigene Webseite buchen.
      Tickets von London nach Brüssel, die bei Eurostar direkt (z.B. über die eigene Webseite) gebucht werden, gelten auch ohne Aufpreis für die Anschlussfahrt zu jedem Bahnhof innerhalb von Belgien (aber nicht im Thalys oder ICE), man kommt also bis kurz vor Aachen
    • Mit dem Bus
      Auch wenn sie in Zeiten von Billigfliegern kaum noch eine Rolle spielen: es gibt sie noch, die Fernbusverbindungen, die von Kön oder Frankfurt über Nacht nach London fahren. Ankunft in der Victoria Coach Station am südwestlichen Ende der Innenstadt.
    • Mit dem Auto via Fähre oder Tunnel
      Auch für Fährtickets gilt: je früher gebucht, desto günstiger. Am besten online bei den Fährgesellschaften direkt oder bei entsprechenden Anbietern.
      In der Regel kommt man in Dover an. Von dort aus führen die Autobahn M20 (in westliche Richtung) und die Schnellstraße A2 / M2 (direkt nach Norden) nach London. In beiden Fällen landet man auf der M25, der Ringautobahn, die komplett einmal um London herum führt. Von Einheimischen wie Reisenden verhasst („Längster Parkplatz des Landes!‟) ist die M25 aber im Allgemeinen besser als ihr Ruf. Im Berufsverkehr – montags bis freitags von sieben bis neun und von sechzehn bis neunzehn Uhr – muss natürlich mit langen Staus gerechnet werden, vor allem im Osten in der Nähe der Themse-Querung (Dartford Crossing) und im Westen in der Nähe von Heathrow Airport.
      Innerhalb des Autobahnrings einen Parkplatz zu finden, auf dem man seinen Wagen halbwegs sicher für die Dauer des London-Aufenthaltes stehen lassen kann, ist eine Herausforderung. Am besten den nächsten Bahnhof ansteuern und mit der Bahn weiterfahren! Größere Bahnhöfe haben in der Regel gebührenpflichtige Parkplätze, auf denen man auch länger stehen kann. Auch weit draußen kann es schwierig sein, eine ruhige Wohnstraße ohne Parkverbot oder Anwohner-Parkzone zu finden. Außerhalb gelegene Hotels bieten möglicherweise manchmal (meist gegen Aufpreis) Parkplätze an – wer darauf angewiesen ist, sollte dies aber unbedingt vor der Ankunft, am besten gleich bei der Buchung klären! Wenn man das Glück hat, einen Parkplatz gefunden zu haben, sollte man tunlichst mit Bus und Bahn weiterfahren!