Ben Whitcombes Reise von Budapest nach Lyonesse

August 2008: Ben Whitcombe – der Protagonist aus meinem Roman „Wege nach Lyonesse“ macht sich auf die Reise, die ihn von Budapest nach Cornwall und weiter führt…
Die Geschichte ist fiktiv, aber die Orte sind echt.

Hier kann man Ben auf seinem Weg begleiten:

Die Route:

Sommerreise 2014: über Nebenstraßen durch Frankreich und Spanien bis Gibraltar

August 2014: Durch Frankreich und Spanien bis nach Gibraltar:

  • Es ist Sommer, in Deutschland regnet es und ich will in die Sonne. Einfach so lange weiter nach Süden fahren, bis endlich die Sonne scheint…. nach fast drei Wochen über Nebenstraßen durch die französische und spanische Provinz war ich schließlich in Gibraltar.

Die Route:

  • Tag 1: Von der Eifel über Vianden in Luxemburg durch Lothringen bis Auxerrre
  • Tag 2: Von Auxerre nach Nevers
  • Tag 3: Von Nevers nach Montauban
  • Tag 4: Von Montauban nach Albi
  • Tag 5: Von Albi über Carcassonne in die Pyrenäen
  • Tag 6: Durch die Pyrenäen, Montsegur
  • Tag 7: Über die Pyrenäen nach Balaguer in Katalonien
  • Tag 8: Von Balaguer durch Katalonien und Aragon
  • Tag 9 La Mancha und Andalusien, ein Abend in Granada (ohne Alhambra)
  • Tag 10: Granada bis Lanjaron
  • Tag 11: Von Lanjaron an die Costa del Sol und wieder in die Berge, nach Ronda
  • Tag 11: Von Ronda nach La Linea und Gibraltar
  • Tag 12: Gibraltar und Tarifa, die Hacienda in den Bergen
  • Tag 13: Ruhetag auf der Hacienda in den Bergen
  • Tag 14: Gaucin, nochmal Ronda und die Sierra de la Nieve
  • Tag 15: Langer Weg nach Norden, an Sevilla vorbei über Merida nach Caceres
  • Tag 16: Frühstück in Caceres, Autopanne vor Salamanca
  • Tag 17: Salamanca und Burgos
  • Tag 18: über Pamplona, Irun und Hendaye nach Dax (Frankreich)
  • Tag 19: französische Atlantikküste, Landes, Düne von Pilat
  • Tag 20: Von Bordeaux nach Dijon
  • Tag 21: Von Dijon über Mulhouse und Freiburg nach Hause

Montsegur: von Katharrern und dem Heiligen Gral

Montsegur. Ein schweißtreibender Fußmarsch in der August-Mittagshitze, steil bergan mehrere hundert Meter hoch und auf halber Höhe steht ein Kassenhäuschen. Die meisten Besucher, die den engen Pfad hinaufkraxeln sind Franzosen, dazwischen ein paar Spanier und hier und dort ein Deutscher oder Amerikaner.
Die Burg – oder wie auch immer man das nennen will – liegt ganz oben auf dem Gipfel. Übriggeblieben sind nur die mächtigen Außenmauern, drinnen ist ein leerer Hof. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen es hier oben einmal ausgehalten haben müssen, dann wirkt es plötzlich eng und bedrückend. Vor allem, wenn man weiß, dass kaum jemand die letzte Belagerung überlebt hat.
Am Nordhang außerhalb der Burgmauern sind noch ein paar weitere Mauerreste. Man kann sich Terrassen vorstellen. Hier war die Siedlung der Katharrer, eine richtige Stadt, und Felder und Gärten gab es wohl auch. Und wilde Verschwörungstheorien, die sich um den Heiligen Gral, Maria Magdalena, die Templer und alles Mögliche drehen… Stoff blutrünstiger Mittelaltergeschichten und Romane, Gerüst einer esoterischen Sagenwelt, an die man glauben kann oder nicht.

Guedelon, Burgund: Wir bauen uns eine mittelalterliche Burg

Stundenlang fahre ich durch strömenden Regen. Dann bin ich da. Der Regen wird weniger strömend und hört sogar auf.
Da ist zunächst einmal ein Parkplatz mit einem Zaun drumherum. Dann muss man Eintritt zahlen. Ja, und dann?
Da steht eine mittelalterliche Burg. Oder so etwas Ähnliches. Sie ist noch nicht ganz fertig, drumherum stehen Baugerüste. Alles ist voller Matsch, Pfützen, Matsch und nochmal Matsch. Um die Burg herum sind Hütten und Unterstände. Leute laufen in historischen Kostümen herum und ab und zu fährt ein Pferdekarren durchs Bild.
Nein, das ist kein Filmset! Das ist eine echte Baustelle. Hier wird eine Burg gebaut, mit mittelalterlichen Methoden!
Die Burg selbst sieht ungefähr so aus wie viele mittelalterlichen Burgen, die halbwegs erhalten sind – nur dass das Ding verfallen ist, sondern noch nicht fertig.
Spannend! Spannend vor allem all die Hütten drumherum, wo die Handwerker werkeln: vom Seilemacher bis hin zum Steinmetz, Mauer, Schreiner, Holzfäller und was man sonst noch so braucht…. und die arbeiten, während man da hindurch läuft und das Ganze besichtigt wie man eine mittelalterliche Burg besichtigt.
Ich flüchte vor dem nächsten Regenschauer unter das Strohdach, unter dem es Kaffee gibt, lese das Info-Blatt, und als der Regen nachlässt, gehe ich noch einmal über das ganze Areal…. und ruck-zuck sind drei Stunden herum.