Fahrt durch die Mitternachtssonne auf den Lofoten

Langsam fahre ich die Küstenstraße zurück, an Kabelvag und Solvaer vorbei landeinwärts, immer wieder Photopausen machend, durch den Tunnel unter dem Meer und weiter… Inzwischen geht es auf elf Uhr abends zu, es ist taghell und das Licht ist einfach nur wunderbar, mild, sanft wie am frühen Abend. Hinter jeder Ecke bieten sich neue tolle Ausblicke. Hinter einer Brücke parkt ein Wohnmobil mit Münchener Kennzeichen, ein Rentner steigt aus, er will noch angeln gehen und ist genauso aufgedreht und euphorisch wie ich. Ich zwinge mich, weiter zu fahren obwohl ich eigentlich an jeder Ecke anhalten und Bilder machen will. Die Sonne steht im Norden und strahlt die schneebedeckten Berge an. Es ist wunderbar still. Ich merke, dass ich müde werde, obwohl ich immer noch aufgekratzt bin. Gegen zwei Uhr früh bin ich in Narvik zurück.

Henningsvaer, Lofoten: ….und dann bricht die Sonne durch!

Ich fahre über eine kurvige Küstenstraße und hinter jeder Biegung offenbaren sich neue Ausblicke, eine spektakulärer als der Anderer. Henningsvaer liegt auf einer vorgelagerten Insel und ist mit der Hauptinsel über mehrere Brücken verbunden: ein wunderschöner Ort aus bunten Holzhäuschen, Boote tuckern über das Wasser, hohes Gras und Wildblumen wachsen in den Gärten.
Und plötzlich ist der Himmel strahlend blau und das Licht so wunderbar-golden-kitschig, dass einem die Worte fehlen.
Am Südende der Insel stehen Stockfisch-Trockengerüste mit Fischen darauf, es erinnert an Hopfen-Gestelle oder Weinbau und plötzlich wirkt alles so südländisch-heiter obwohl ich so weit hoch im Norden bin wie nie zuvor.
Am Dorfplatz trinke ich einen Kaffee. Es ist warm und alles ist einfach nur perfekt.